Goethe-Gesellschaft Rudolstadt

Hanskarl Kölsch Illustration zum Vortrag über Schillers Idee der Freiheit

Hanskarl Kölsch, Sauerlach

„Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei, und wär’ er in Ketten geboren.“
Schillers Idee der Freiheit

Dieser zeitlose Gedanke durchzieht Schillers Dramen. Acht Jahre vor der Französischen Revolution erklären „Die Räuber“, warum diese im Blutbad scheitern muss, und „Wilhelm Tell“ erklärt am Ende die Freiheit zum Naturgesetz. Böhmen, Italien, Spanien, England, Frankreich, die Schweiz, Deutschland – und im Demetrius-Fragment Polen und Russland: Ganz Europa ist Schauplatz in Schillers Dramen. Der Publizist und Referent Hanskarl Kölsch verdeutlicht in seinem Vortrag, dass Schillers Idee von Europa die Idee der Freiheit ist.

Hanskarl Kölsch kommt von den Naturwissenschaften und hat dreißig Jahre bei der größten Computerfirma gearbeitet. Im Vorruhestand ergriff er die Chance, ein zweites Leben zu wählen: Seither hält er im Frühjahr und Herbst zahlreiche literarische Vorträge und Seminare. Denn Weltliteratur ist der rote Faden seines Lebens.

Einige Veröffentlichungen belegen das: Homer „Ilias und Odyssee“, Aischylos „Der Peloponnesische Krieg“, Ovid „Die Metamorphosen“, Boccaccio „Decameron“, Mozart „Die Zauberflöte“, Heinrich Heine „Zeit, Leben, Werk“, Thomas Mann „Zeit, Leben, Werk“ und ein Hörbuch über Alexander Puschkin.

Seit einigen Jahren begleitet er literarische Studienreisen.
Auch Gäste sind herzlich willkommen!

Exkursion der Goethe-Gesellschaft Rudolstadt nach Bayreuth

Vom 28. bis 30. August 2026 unternimmt die Goethe-Gesellschaft Rudolstadt e. V. gemeinsam mit Besser-Reisen Rudolstadt eine dreitägige Exkursion nach Bayreuth. Die Reise verbindet Literatur- und Musikgeschichte mit bedeutenden Bauwerken und einem Ausflug in die Fränkische Schweiz. Im Reisepreis enthalten sind die Fahrt im modernen Reisebus, zwei Übernachtungen mit Frühstück im H4 Hotel Residenzschloss Bayreuth sowie alle vorgesehenen Eintritte und Führungen.

Freitag, 28. August: Nach der Anreise steht zunächst ein Empfang im Bayreuther Rathaus auf dem Programm. Am Nachmittag folgt eine Führung durch das Richard-Wagner-Museum. Nach dem Einchecken im Hotel ist am Abend ein gemeinsamer Besuch des Gasthofs „Zum Lausbub“ in Eckersdorf vorgesehen.

Samstag, 29. August: Der Tag beginnt mit einer Führung durch das Markgräfliche Opernhaus. Danach besucht die Gruppe das Jean-Paul-Museum. Am Nachmittag folgt der Stadtrundgang „Historisches Bayreuth“, anschließend eine Führung durch das Festspielhaus. Am Abend geht es zu Fuß zum „Mannsbräu“ in der Friedrichstraße.

Sonntag, 30. August: Am Sonntag führt die Exkursion zur Eremitage mit Schloss, Wasserspielen und Grotte. Anschließend geht es auf einer kleinen Rundfahrt durch die Fränkische Schweiz mit einem Aufenthalt in Gößweinstein. Die Rückkehr nach Rudolstadt ist gegen 16.30 Uhr vorgesehen.

Leider ist die Fahrt schon ausgebucht ;-)Besser-ReisenBild KI

Eröffnung der Jubiläumsausstellung: 50 Jahre Goethe-Gesellschaft Rudolstadt

Am 4. August 2026 wurde in der Aula der Stadtbibliothek die Ausstellung zum 50-jährigen Bestehen der Goethe-Gesellschaft Rudolstadt feierlich eröffnet.

In insgesamt fünf Vitrinen erhalten Besucher einen vielfältigen Einblick in die Geschichte und das Wirken der Gesellschaft. Die Schwerpunkte der Ausstellung umfassen:

  • Gründung der Gesellschaft
  • Exkursionen und Bildungsreisen
  • Vorträge und wissenschaftlicher Austausch
  • Vereinsleben im Wandel der Zeit
  • Jubiläen und besondere Anlässe
Jubiläumsausstellung der Goethe-Gesellschaft Rudolstadt

Der Vorsitzende würdigte in einer prägnanten Ansprache die Fülle und Vielfalt der in den vergangenen fünf Jahrzehnten durchgeführten Veranstaltungen und ließ einige besondere Höhepunkte der Vereinsgeschichte Revue passieren. Herr Schreiber überbrachte die herzlichsten Grüße der Stadt Rudolstadt und des Bürgermeisters.

Dauer der Ausstellung:
Die Ausstellung ist noch bis Anfang November 2026 während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek in der Aula zu besichtigen.

Zum Eintrag im Jahresarchiv 2026


„Lotte in Weimar“ DEFA-Spielfilm (1975) mit Lilli Palmer (Lotte), Hilmar Eichhorn und Martin Hellberg (Goethe) Eintritt: 10 €; Zahlung vor Ort, freie Platzwahl. Oliver Meyer-Ellendt, Goethe-Gesellschaft Wetzlar „Ein buchenswertes Ereignis“ – Thomas Manns Goethe-Roman „Lotte in Weimar“
„Eine Erzählung, 1816 in Weimar spielend, worin ich mir die phantastische Freude mache, Goethen persönlich auf die Beine zu stellen. Kühn, nicht wahr? Aber nachdem ich’s mit 40 vermieden, will ich mir’s mit 60 lustspielmäßig gönnen“, schreibt Thomas Mann im November 1936. Der Wetzlarer Autor und Regisseur Oliver Meyer-Ellendt entwirrt in seinem Vortrag den Aufbau des Romans und trennt die historischen Fakten von Manns dichterischer Freiheit. Er nimmt dabei auch Bezug auf den DEFA-Spielfilm (1975) „Lotte in Weimar“ vom Vortag im Cineplex Rudolstadt. Hinweis zur Veranstaltung „Lotte in Weimar“

Busexkursion nach Schulpforta und Naumburg (nur mit Anmeldung!)
mit Führungen im Kloster, in der Landesschule und im Naumburger Dom; Abendessen im Gasthaus „Henne“ Abfahrten: Bad Blankenburg, Busbahnhof (8.00 Uhr); Volkstedt, Kirche (8.10 Uhr); Rudolstadt, Ärztehaus (8.20 Uhr); Rudolstadt, Busbahnhof (8.30 Uhr)

Dr. Doris Fischer

Dr. Doris Fischer, Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten
„Früh, wenn Tal, Gebirg und Garten Nebelschleiern sich enthüllen…“

Thüringer Orte und Inspirationen
„Früh, wenn Tal, Gebirg und Garten Nebelschleiern sich enthüllen …“ schrieb Goethe im September 1828 in seinem Gedicht „Dornburg“ – einem Ort, der Goethe ebenso inspirierte wie Dr. Doris Fischer. In ihrem Vortrag (mit Bildern) unternimmt sie einen Streifzug zu jenen Thüringer Schlössern, die insbesondere als Orte der Muße ihre Wirkung entfaltet haben. Zudem wird der Frage nachgegangen, inwieweit diese für heutige Nutzungen noch eine Rolle spielen oder spielen können.
Dr. Doris Fischer studierte an der Universität Heidelberg Europäische Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Romanistik und war danach über 20 Jahre in der Denkmalfachbehörde des Landes Rheinland-Pfalz tätig, bevor sie 2017 zur Direktorin der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten mit Sitz auf Schloss Heidecksburg in Rudolstadt berufen wurde.
Die Goethe-Gesellschaft Rudolstadt lädt herzlich ein.
Eintritt für Nichtmitglieder 5 €.
Text: H. G. Otto, Bilder: Marcus Glahn, KI


Illustration zu Goethes TagebüchernDr. Ariane Ludwig, Goethe- und Schiller-Archiv Weimar
Goethes Tagebücher
"Dictirt am Tagebuch" heißt es am 30. Juli 1821 in Goethes Tagebuch.

Eine „tägliche […] Buchführung mit sich selbst“ war für Goethe von großer Bedeutung, wie er 1827 gegenüber Kanzler Müller formulierte. Seine überlieferten Tagebücher machen rund zehn Prozent seines literarischen Nachlasses aus und erstrecken sich über einen Zeitraum von 57 Jahren. Einigermaßen kontinuierliche Aufzeichnungen beginnen 1775 während Goethes erster Schweizer Reise. Ab März 1817 werden die Tagebücher so gut wie ununterbrochen geführt. Sie enden wenige Tage vor Goethes Tod im März 1832. In späteren Jahren benutzte Goethe sie auch als Arbeitsmaterialien zur Abfassung autobiographischer Schriften wie der „Tag- und Jahres-Hefte“. Die ab 1797 überwiegend diktierten Diarien sind keine ausführlichen Beschreibungen von innerem Erleben und Empfinden, sondern vor allem eine Dokumentation eines überaus reichen und tätigen Lebens. Dr. Ariane Ludwig, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar, arbeitet seit 2006 u. a. an der historisch-kritischen Ausgabe von Goethes Tagebüchern und möchte mit ihrem Vortrag einen Einblick in diese interessanten Aufzeichnungen geben.
Die Goethe-Gesellschaft Rudolstadt lädt herzlich ein.


Text: H. G. Otto
Bild: KI

Die Goethe-Gesellschaft Rudolstadt e.V. ist eine Ortsvereinigung der Goethe-Gesellschaft in Weimar. Sie widmet sich Goethes Werk, seinem Umfeld sowie der Literatur- und Kulturgeschichte in Rudolstadt und Thüringen. Das Programm umfasst Vorträge, Lesungen, Exkursionen, Ausstellungen und weitere Veranstaltungen zu Goethe, Schiller und verwandten Themen. Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Termine und Berichte; frühere Veranstaltungen sind im Jahresarchiv dokumentiert.

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